Dominanz - was ist dran?

Einer der größten Irrtümer aller Zeiten


Wenn fünfzig Millionen Menschen etwas Dummes sagen, dann bleibt es trotzdem eine Dummheit!!!

A. France

Dominanz beim Hund

Dominanz ist wohl die meistgebrauchte Erklärung, wenn es um Hunde geht, die ein Problem haben oder vielleicht eher manche Besitzer, die ein Problem haben. Hört der Hund nicht, knurrt er uns an, geht aufs Bett und oder auf die Couch, klaut vom Tisch, geht er nicht aus dem Weg, wenn man vorbei möchte, will immer als erstes durch die Tür, springt uns an, zieht an der Leine usw., usw., die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzten.

Man bekommt dann oft von Leuten oder leider sogar von angeblich professionellen Hundetrainern gesagt, dass der Hund sei dominant sei! Der bräuchte Erziehung, Führung und eine starke Hand. Oft wird man auch als zu weich, antiautoritär und sogar unfähig dargestellt. Dann bekommt man meist ungebetene Ratschläge wie: Den Hund im Nackenfell packen und schütteln, immer als erstes, noch vor dem Hund durch die Tür gehen, den Hund immer erst nach dem Essen füttern, den Hund nie auf die Couch / erhöhte Liegeplätze lassen, etc., diese Liste lässt sich genau so beliebig lang fortsetzten.

Dabei haben diese Probleme rein gar nichts mit Dominanz zu tun. Das hat ganz andere Ursachen und Hintergründe. Hunde sind nicht dominant, sie wollen nicht Herrchen und Frauchen dominieren, sind nicht den ganzen Tag damit beschäftigt um ihren Rang zu kämpfen oder gar noch die ganze Welt beherrschen;-))

Warum es Dominanz nicht gibt? Ganz einfach, weil es sie beim Wolf so in der Form auch nicht gibt!

 

Schauen wir uns doch mal das Wolfsrudel an

In einem Wolfsrudel herrscht eine natürliche Rangordnung. Es gibt die Elterntiere, die Kinder, die Enkel, Onkel, Tanten usw.

Aber dort weiß jeder seinen Rang und seine Aufgaben. Es kommt nur sehr selten zu Streitereien untereinander und dass es zu wirklich schweren Beißereien oder gar Verletzungen kommt ist extrem selten, eher sogar unwahrscheinlich. Ein Rudel kann nicht überleben, wenn es ständig rauft und sich gegenseitig bekämpft, es gäbe keine kooperative Zusammenarbeit bei der überlebenswichtigen Jagd, denn ist ein Rudelmitglied verletzt, ist das eine große Belastung für das restliche Rudel, es könnte nicht mehr richtig jagen gehen und würde so drohen zu verhungern.

In der Wolfsliteratur finden wir die "Cut of Signals" beschrieben. Cut of Signals, sind Signale, die Aggression unter den Wölfen stoppen, deshalb werden sie auch Stoppsignale genannt.

Turid Rugaas entdeckte diese Signale ende der 80er Jahre zusammen mit ihrem Kollegen Stale Odegaard auch bei Hunden und begann sie zu erforschen. Ihre Beobachtungen und Ergebnisse machte sie dann in Literatur und Medien Publik. Sie haben damals beschlossen die Signale bei Hunden nicht Cut of Signals zu nennen, sondern "Calming Signals" zu deutsch Beschwichtigungssignale, da Hunde diese Signale zeigen, bevor Aggression / Konflikte erst aufkommen. Mehr dazu unter dem Thema "Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde"

Würden Wölfe den ganzen Tag lang nur ihren Rang in Frage stellen und sich immer streiten, wäre das Wolfsrudel, wie oben schon beschrieben gefährdet. Die Cut of Signals sind also ein wichtiger Bestandteil für den Fortbestand des Rudels.

Durch das Heulen der Wölfe, werden unter anderem, andere Rudel aus dem eigenen Revier ferngehalten, damit es nicht zu blutigen Auseinandersetzungen unter zwei verschiedenen Rudeln kommt. Wölfe gehen allgemein Konflikten aus dem Weg. Des weiteren, dient das Heulen auch dazu, die Rudelmitglieder zusammenzurufen. Deshalb heulen unsere Hunde auch oft, wenn wir sie zu Hause alleine lassen und sie unter Trennungsängsten leiden. Sie rufen nach ihren Zweibeinigen Familienmitgliedern, denn eigentlich ist es unnatürlich einen Hund, der ein sehr soziales und vor allem ein Rudeltier ist, für längere Zeit alleine zu lassen. Er versteht nicht, warum er uns nicht überall hin begleiten kann.

Manche Hunde heulen auch, wenn sie eine Sirene oder Musik hören, aber nicht, weil es ihnen in den Ohren weh tut, wie man früher oft dachte, sondern weil sie es angenehm empfinden und mitheulen.

So kann man zum Beispiel im Notfall, wenn der Hund nicht auf den Rückruf hört, es mal mit Heulen versuchen, auch unter der Gefahr von anderen Menschen vielleicht für verrückt erklärt zu werden;-)) Vielleicht hat man dann noch ein paar Hunde mehr, als vorher;-))

Oft wird behauptet, dass Wölfe, die beobachtet wurden, sehr aggressiv untereinander waren und es eine regelrechte Hackordnung unter ihnen geben würde. Das ist richtig, aber das waren keine frei lebenden Wölfe im Familienverband. Diese Beobachtungen wurden an Gehegewölfen durchgeführt. Diese Wölfe, wurden einfach zusammen in ein Gehege gesperrt, sie sind sich fremd, also nicht miteinander verwand und unterschiedlichen Alters, so nach dem Motto: "mal gucken, was passiert"

Das sind unnatürliche Verhältnisse. Diese Wölfe würden sich in freier Natur, so nicht begegnen, sie würden sich aus dem Weg gehen und genau das, ist in einem solchen Gehege nicht möglich und deshalb kommt dort sehr häufig Aggression auf, dort herrscht dann die so genannte Rangordnung (Hackordnung bei Hühnern). Da gibt es dann auch Alpha, Beta, Gamma, Delta bis Omega. (Omega ist wirklich ein armes Wesen, auf dem alle rumhacken) Weiter muss man auch bedenken, dass diese Wölfe nicht jagen gehen und deshalb auch jede Menge Energieüberschuss haben und den irgendwo rauslassen müssen.

Dann gibt es noch so eine schöne Sache mit der Bestrafung. Es steht leider noch in vielen schlechten Hundebüchern so und viele angeblich professionelle Hundetrainer wenden solche Methoden auch noch an. Man soll den Hund als Bestrafung im Nackenfell packen und schütteln, das würde der Hund als artgerechte Strafe verstehen, weil die Hunde- bzw. Wolfsmutter, das mit ihren Welpen auch so machen würde. Das ist jedoch nicht der Fall! Es wurde noch nie beobachtet, dass eine Wölfin das bei ihren Welpen gemacht hat. Sie packt sie zwar im Genick, um sie zu tragen, aber sie würde sie niemals Schütteln, außer natürlich, sie wollte ihre Welpen töten! Denn das Nackenschütteln ist ein Beuteverhalten und bedeutet nichts anderes als: „Ich töte Dich“! Und warum sollte sie das tun? Also, warum sollten wir Menschen das tun? Wollen wir unseren Hunden wirklich mit dem Tode drohen??? Denn das ist das, was wir unseren Hunden damit vermitteln, wenn sie meinen sie so strafen zu müssen. Das einzige was wir damit erreichen ist, dass wir für unsere Hunde unberechenbar werden, wir sind für sie nicht mehr einschätzbar und machen uns so das vertrauen und die Beziehung zu unserem Hund kaputt. Mal davon abgesehen, dass der Hund diese Bestrafung nicht versteht. Der Hund geht wahrscheinlich ins Meideverhalten über und macht aus Angst gar nichts mehr. Das sind dann die armen Hunde, von denen Behauptet wird, dass diese Form von Strafen funktioniert. Diese Hunde haben Angst und sind demnach auch nicht mehr sie selbst. Ist es das was wir wollen??? Also ich möchte das gewiss nicht! Und mit artgerecht hat das mal gar nichts zu tun!

Was beim Welpenspiel mal vorkommt, ist das Ansätze des Nackenschüttelns zu sehen sind, das ist jedoch nur im Spiel zu sehen, sie üben damit späteres Beuteverhalten.

Gleiches gilt für die so genannte Alpha-Rolle, in der man seinen Hund als Bestrafung auf den Rücken schmeißen soll, um ihm zu zeigen, wer der Herr ist. Habt ihr schon mal einen Hund oder einen Wolf gesehen, der sich einen anderen packt und mit Gewalt auf den Rücken dreht??? Also ich nicht. Es ist etwas anderes, wenn ein Hund oder ein Wolf sich freiwillig unterwerfen, aber keiner wird dazu gezwungen!

Dann gibt es noch die Sache, dass der Mensch zuerst isst und dann erst der Hund, so wäre es auch bei den Wölfen, zuerst fressen die ranghöheren Tiere. Das stimmt so aber nicht, bei den Wölfen ist es so, dass bei Nahrungsknappheit die Welpen zuerst fressen dürfen! Es wird ja wie oben beschrieben alles dafür getan, um den Fortbestand des Rudels zu sichern.  Ein Hund versteht nicht, warum er erst fressen darf, nachdem seine Menschen gegessen haben, so etwas kann logischerweise auch zu extremen betteln führen, weil der Hund Hunger hat und dann wird er vermutlich noch mehr bestraft, weil er dann auch wieder angeblich dominant ist.

Ein Grund, warum unsere Hündinnen oft scheinträchtig werden liegt daran, dass es bei den Wölfen so ist, dass alle weiblichen Rudelmitglieder sich dann um die Welpen kümmern können, damit die Mutter zum Beispiel, auch auf die Jagd gehen kann, meist ist sie nämlich die Erfahrenste und selbst wenn sie verunglückt, müssen die Welpen nicht sterben. Ein praktischer Vorteil der Natur, der bei unseren Hündinnen eher belastend ist.

Die Sache, dass Hunde gerne vom Tisch klauen ist auch keine Absicht, sie denken einfach, dass sie jetzt die Reste fressen dürfen, die der Mensch hat liegenlassen.

Dann gibt es die Sache mit dem Knurren. Der Hund knurrt, wenn man ihm zum Beispiel beim Fressen zu Nahe kommt. Der Grund dafür ist, dass der Hund in diesem Moment Angst hat und seinem Menschen nicht vertraut. Er hat Angst, dass man ihm sein Futter oder den Knochen wegnimmt. Er verteidigt seine Ressource. Man muss dem Hund, einfach nur Vertrauen beibringen, man sollte versuchen, den Hund dann zu beschwichtigen wenn man in die Nähe des Futters kommt. Wenn der Hund knurrt, ist es das Schlimmste anzunehmen, dass man sich jetzt durchsetzten muss, denn der Hund wird dann nur noch mehr Angst haben und das Problem verschlimmert sich! Der Hund lernt, dass er immer mehr Knurren oder sogar Schnappen muss, damit der Mensch weggeht. Am besten ist, man bleibt einfach ruhig, beschwichtigt und geht, davon wird der Hund beeindruckt sein und Vertrauen gewinnen, er merkt, dass er verstanden wird und man ihm gar nichts wegnehmen will. Der Leitwolf eines Rudels ist sehr ruhig und souverän. Er zeigt die wenigsten Aggressionen, er hat es nicht nötig. Er wird wegen seiner Ruhe und seinem ruhigen, erfahrenen und souveränen Auftreten geschätzt. Es kommt auch sehr oft vor, das die Rangniedrigeren den Leitwolf anknurren, weil sie Angst haben und der Leitwolf reagiert damit darauf, das er sich beschwichtigend abwendet und geht. Dabei hat er sich keinen Zacken aus der Krone gebrochen und kein Stück an Würde oder Sonstiges verloren, ganz im Gegenteil er hat Vertrauen gewonnen. Vor wem habt ihr mehr Respekt, einen Chef, der ein Choleriker ist und immer nur rummault oder einen Chef, der euch korrekt behandelt und euch respektiert? Natürlich sollte man sich aber bei einem solchen Verhalten des Hundes fragen, warum er das tut und sich einen evtl. einen professionellen Hundetrainer suchen um mit dem Hund zu arbeiten, damit sich dieses Verhalten legt.

Viele Menschen knurren ihre Hunde auch zur Strafe an, aber ein Hund sieht uns nicht als Hund an, denn wir sind Menschen, deshalb wird er es auch nicht verstehen, wenn wir ihn anknurren oder sonstige wirklich lächerlichen Dinge tun. Man muss auch bedenken in wie vielen Nuancen Hunde knurren können um dem Gegenüber etwas mitzuteilen, dazu sind wir überhaupt nicht im Stande.

Auch wenn ein Hund knurrt, wenn man ihn nicht auf der Couch haben möchte, dann tut er das um seine Ressourcen zu verteidigen und nicht weil er dominant ist, er versteht nicht, dass er auf einmal nicht mehr auf die Couch oder aufs Bett darf. Dann muss man zum Beispiel die Kommandos "rauf" und "runter" trainieren. Oder mal darauf achten, dass ihm nicht einer erlaubt auf die Couch zu gehen und der andere das verbietet.

Ein Hund, der als erstes durch eine Tür geht, möchte einfach nur schnell rein oder raus, weil es im vielleicht unbehaglich ist im Türrahmen zu stehen oder die Enge die dort herrscht, vielleicht freut er sich auch nur, weil es nach draußen geht und nicht weil er das Leittier spielen will. Ist jeder der Angst hat oder sich freut dominant???

Wenn Hunde zur Begrüßung springen, dann werden sie auch oft als dominant dargestellt, das finde ich besonders witzig oder eigentlich eher fatal, denn das Anspringen ist eine Demutsgeste, ein Hund springt an einem Menschen hoch, um an seine Mundwinkel zu kommen, um sie zu lecken, damit zeigt er eigentlich schon, dass er sich nicht als ranghöher sieht.

Ein Hund der dazwischen gehen möchte, wenn man jemanden umarmt oder wenn man zu nah beieinander auf der Couch sitzt, dieser Hund ist nicht immer eifersüchtig oder dominant, er versucht nur eine, in seinen Augen Konfliktbeladene Situation zu entschärfen, er splittet. Auch eins der Beschwichtigungssignale.

Und was man noch mal ganz deutlich sagen sollte. Ein Hund ist ein Hund und kein Wolf. Der Hund ist durch die Domestikation (Haustierwerdung) zu einer eigenen Art geworden. Natürlich gibt es im verhalten noch viele Parallelen zum Wolf, wie zum Beispiel die Calming Signals, aber trotzdem ist er eine eigene Art, die in einem ganz anderen Umfeld lebt als der Wolf und das seit sehr langer Zeit. Man kann nicht das Wolfsverhalten eins zu eins auf den Hund übertragen. Und selbst wenn wir das fälschlicherweise tun, ist die Dominanztheorie trotzdem falsch, wie man an den ganzen Beispielen gesehen hat. Und was schon das Wort Dominanztheorie schon besagt es ist eine Theorie!

 

Die Theorie begründet sich auf diesem Weg

 

Wie wurde der Wolf zum Hund

 Die Fachleute streiten heute noch welche dieser beiden Theorien stimmt.

 

Beobachtungen an Gehegewölfen

 

Beobachtungen an frei lebenden Wölfen

 

Definition Hierarchie

Eine Hierarchie bezeichnet ein System von Elementen, die einander über- bzw. untergeordnet sind, so dass jedem Element nur höchstens ein anderes unmittelbar übergeordnet ist.

 

Sind Hund und Wolf vergleichbar?

 Die erste Meinung

 Die zweite Meinung

 

Tatsache ist

 

Alphatiere

Alphatiere werden die Leittiere bei Herden oder Tierrudeln genannt, sie sind im Regelfall die kräftigsten, erfahrensten und intelligentesten Tiere.

Selbstdarstellung, lustvolle Kampfbereitschaft ==> aber in Kombination mit Gerechtigkeitssinn!

 

Die üblichen, erfundenen Gerüchte um dominante Hunde zu beschreiben

 

Gibt es überhaupt DEN dominanten Hund?

Streben Hunde nach der Vorherrschaft in unserem gemischten (Hund/Mensch) Rudel?

 

Was ist Antiautoritäre Erziehung?

 Sanft ist nicht gleich Antiautorität!!!

 

Wie kann das Zusammenleben aussehen?

 

Durchsetzen von Regeln und Auftreten des Menschen in Form von dominanter Erziehung

 

Die Folgen von herrischer Erziehung

Nehmen wir jemanden Ernst, der ständig auftrumpft, aufbrausen und aggressiv ist?! Oder eher jemanden, der souverän, ruhig und gelassen ist, der auch mal fünfe gerade sein lässt?!

 

Souveränität bedeutet

 

Vertrauen

Wir brauchen das Vertrauen unseres Hundes, um als souverän anerkannt zu werden

Bei Aufstellung der „Dominanzregeln“ verliert der Hund sein Vertrauen und wir werden für ihn unberechenbar!

 

Abschließende Worte

Wie konnte es dann überhaupt dazu kommen, diese Theorie aufzustellen und dass sie bis heute noch ein so wichtiger Aspekt in der Beziehung zu unseren Hunden und bei vielen Trainern ist?

Begriffe wie Rangordnung, Alpha und Dominanz haben sich in vielen Köpfen festgesetzt.

Ausbilder, Trainer, Ethologen und zuletzt die Hundehalter, glauben an dieses Gedankenkonstrukt, an diese Theorie, damit gab es ganz einfache Erklärungen für hundliches Verhalten, egal ob logisch oder nicht, ob richtig oder falsch und vergessen, dass die Dominanztheorie, wie das Wort schon sagt, eine Theorie ist!

Aber wie Anders Hallgren schon in seinem Buch "Das Alpha-Syndrom" schreibt:

"Antworten auf Fragen über das Verhalten unserer Haushunde sind nicht einfach und manchmal müssen wir uns eingestehen, dass wir über den ältesten Begleiter des Menschen noch so wenig wissen, dass wir sehr oft gar keine Antworten haben."

 

Eine Ursache, dass sich diese Theorie so in den Köpfen der Hundehalter eingeprägt hat, ist die Tatsache, das diese ganzen "Ratschläge", wie als erstes essen, als erstes durch die Tür gehen, etc., nicht als Ratschläge, sondern als Drohung geäußert werden. Wenn Sie das nicht tun oder befolgen, dann passiert das und das und dann werden oftmals ganz schlimme Dinge beschrieben, wenn Sie jetzt nicht durchgreifen, wird der Hund bald die Führung übernehmen usw.

Dann kommt noch hinzu, dass diese Dinge erst mal vielleicht ganz logisch erscheinen mögen, auch wenn sie es nicht sind. Und auch die Medien und das Fernsehen, sind bei der Aufklärung leider oft keine Hilfe.

Für manche Trainer, würde eine andere Ausbildungsmethode auch Ängste und Kontrollverluste auslösen.

Das Problem ist auch oft, dass die Dominanztheorie jahrelang gelehrt wurde und auch nicht hinterfragt wurde. Die Trainer haben es so gelernt und immer so weitergegeben. Sie haben sich nie weitergebildet um neues zu lernen, deshalb ist Fort- und Weiterbildung auch so wichtig, um immer weder neue Erkenntnisse zu lernen.

Deshalb ist es auch wichtig, dass Trainer das gelernt immer hinterfragen oder auch mal kritisch dem gelernten gegenüber stehen.

Viele wissen mittlerweile vielleicht um die Wahrheit der Dominanztheorie, haben aber Angst dies zuzugeben, weil sie jahrelang, genau diese gelehrt haben. Sie haben Angst widersprüchlich dazustehen. Oder dass sie von Hundehaltern angegangen werden, weil man ihnen lange nur Blödsinn erzählt hat.

Aber ich und viele andere finden auch, dass das eine Stärke ist, wenn jemand sich hinstellen kann und genau das, zugeben kann!

 

Was können wir besser machen?

Wir sollten hinterfragen. Wir sollten kritischer sein in Bezug auf unsere Hunde. Wir sollten nicht immer alles so hinnehmen und als richtig einstufen, was man uns über sie erzählt, egal ob Trainer oder nicht. Oft sollten wir auch auf unseren Bauch hören, wenn uns etwas in der Hundeausbildung nicht passt oder für uns gar als unlogisch ist.

Viele Menschen wissen gar nicht, dass man als Hundetrainer theoretisch überhaupt nichts über Hunde wissen muss, denn es ist kein staatlich anerkannter Beruf, man braucht keine Ausbildung, keine Prüfung, etc.

Man kann hingehen, sich für 20 € einen Gewerbeschein holen und darf sich dann Hundetrainer nennen. Das klingt unglaublich, ist aber die traurige Wahrheit! Und deshalb gibt es auch so viele Hundeschulen und wie viel Schmu wird manchmal betrieben, auf die Kosten unserer Hunde!

Ich bitte im Namen der Hunde, viele Menschen, mal darüber nachzudenken.

 

Georgia Laios 28. Oktober 2007©


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